Salesforce Marketing Cloud Next: Sind Sie bereit?
Autor

Claudia Hoops
Expert Consultant Marketing Clouds
Erschienen am
07. Mai 2026
Lesezeit
9 Minuten

Auf einen Blick
- Marketing Cloud Next ist die nächste Evolutionsstufe für Unternehmen, die Salesforce Account Engagement nutzen und ihr Marketing datengetriebener, personalisierter und effizienter gestalten möchten.
- Klassische Marketing Automation stößt zunehmend an Grenzen, wenn Zielgruppen granularer segmentiert, Inhalte stärker personalisiert und Daten aus mehreren Systemen aktiviert werden sollen.
- Data 360, ehemals Data Cloud, bildet die zentrale Datenbasis für moderne Segmentierung, kontextreiche Personalisierung und KI-gestützte Marketingprozesse.
- Agentforce unterstützt Marketingteams operativ, etwa bei Kampagnenbriefings, Zielgruppenlogik, Content-Erstellung und der Vorbereitung von Journeys.
- Der Einstieg muss kein Big-Bang-Projekt sein: Besonders geeignet sind fokussierte Use Cases wie E-Mail-Automationen, Flow-basierte Journeys oder Upsell-Kampagnen.
- Readiness ist vor allem eine Business-Frage: Entscheidend sind klare Use Cases, saubere Daten, Consent, definierte Prozesse, Team-Enablement und messbare KPIs.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
Viele B2B-Marketingteams haben in den vergangenen Jahren eine solide Grundlage geschaffen: Leads werden gepflegt, Kampagnen automatisiert, Marketing und Vertrieb arbeiten eng zusammen. Gerade für Unternehmen, die Salesforce Marketing Cloud Account Engagement nutzen, war das ein wichtiger Schritt hin zu strukturierter Demand Generation.
Doch die Anforderungen haben sich verändert. Kund:innen erwarten relevante Kommunikation im richtigen Moment. Kampagnen sollen schneller umgesetzt, stärker personalisiert und klar messbar werden. Klassische Segmentierung und Marketing Automation stoßen dabei zunehmend an ihre Grenzen.
Salesforce Marketing Cloud Next ist die strategische Weiterentwicklung der Marketing Cloud, die nativ auf der Salesforce Platform aufbaut und Daten, Workflows sowie KI entlang der Customer Journey verbindet. Für bestehende Account Engagement Kund:innen bedeutet das keinen Neustart, sondern die Möglichkeit, bestehende Systeme schrittweise in die nächste Marketingstufe zu überführen.
Warum klassische Marketing Automation an Grenzen stößt
Salesforce Marketing Cloud Account Engagement hat vielen Marketingteams geholfen, ihre B2B-Prozesse zu professionalisieren. Lead Nurturing, Scoring, E-Mail-Automationen und die Übergabe an die Vertriebskolleg:innen haben die Teams enger miteinander verbunden.
Gleichzeitig haben sich die Erwartungen verändert. Kund:innen reagieren immer weniger auf generische Kommunikation. Sie erwarten Inhalte, die zu ihrer Situation, ihrem Verhalten und ihrem aktuellen Bedarf passen. Personalisierung muss damit über klassische Felder wie Vorname, Unternehmen, Branche oder Jobtitel hinausgehen.
In der Beratungspraxis zeigen sich vier typische Herausforderungen:
- Erstens bleibt Personalisierung zu oberflächlich. Viele Kampagnen verwenden persönliche Anreden oder einfache CRM-Merkmale, berücksichtigen aber nicht den eigentlichen Kontext. Wirklich relevante Kommunikation entsteht erst, wenn das Marketing versteht, welche Produkte eine Person nutzt, welche Events sie besucht hat, welche Inhalte sie konsumiert oder welche Service-Interaktionen stattgefunden haben.
- Zweitens ist Segmentierung oft eingeschränkt. Wertvolle Informationen liegen nicht nur im Salesforce CRM, sondern auch in ERP-Systemen, auf Service-Plattformen, in Event-Tools, im Webtracking oder in externen Systemen. Wenn diese Daten für Marketing nicht aktivierbar sind, bleiben Zielgruppen unbekannt und Kampagnen hinter den Möglichkeiten zurück.
- Drittens ist Kampagnenumsetzung häufig noch zu manuell. Zielgruppen bauen, Content erstellen, Automationen konfigurieren, Tests durchführen und Reporting vorbereiten bindet viel operative Zeit – Zeit, die für Strategie, Experimentieren und Optimierung fehlt.
- Viertens sind viele Account Engagement Setups stark E-Mail-zentriert. E-Mail bleibt im B2B-Marketing ein relevanter Kanal, aber moderne Customer Journeys brauchen häufig zusätzliche Touchpoints wie SMS, WhatsApp oder In-App-Nachrichten – abhängig von Use Case, Datenlage und Consent.
Das Problem ist also nicht, dass Account Engagement zu wenig leistet. Vielmehr sind moderne Customer Journeys über das hinausgewachsen, wofür klassische Marketing Automation ursprünglich konzipiert wurde.
Von einzelnen Tools zur Marketingplattform
Marketing Cloud Next steht für einen strategischen Wandel: Marketing wird nicht mehr als separates Ausführungsorgan neben CRM, Service, Commerce und Analytics-Teams gedacht, sondern als Teil der Salesforce Core Platform. Daten, Kampagnenlogik, KI-Unterstützung und Journey-Orchestrierung rücken damit näher an die operativen Kundenprozesse.
Viele Marketinglandschaften sind historisch gewachsen: Account Engagement für B2B-Marketing-Automation, Marketing Cloud Engagement für größere Journeys im B2C, weitere Tools für Daten, Messaging, Analytics oder Personalisierung. Das funktioniert, führt aber zu Silos: Daten liegen verteilt, Kampagnen werden kanalbezogen geplant und Personalisierungsmöglichkeiten bleiben eingeschränkt.
Marketing Cloud Next verändert das. Agentforce, Data 360 und Salesforce-native Workflows greifen eng ineinander, sodass Kampagnen auf gemeinsamen Daten, einheitlicher Automatisierungslogik und direkter Verbindung zu Sales, Service und Commerce basieren. Der eigentliche Wandel liegt damit nicht in einzelnen neuen Funktionen, sondern darin, dass Marketing Teil des operativen Kundensystems wird.
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Von Account Engagement zu Account Engagement+
Für Account Engagement Kund:innen besonders wichtig: Marketing Cloud Next führt nicht unmittelbar zu einem Replatforming. Es geht nicht darum, bewährte Programme abzulösen oder Kampagnenlogik komplett neu aufzubauen, sondern sie besser zu nutzen.
Salesforce ermöglicht den Account Engagement+ Zugang bereits heute über Permission Set Licenses. Damit erhält man Zugriff auf Agentforce Campaign Creation, Advanced Personalization Capabilities, Salesforce Flow für Marketer:innen sowie die Erstellung von SMS- und WhatsApp-Kampagnen.
Marketing Cloud Next ist daher nicht nur ein Thema für Unternehmen, die ihre Marketinglandschaft komplett neu denken. Es ist auch für Organisationen relevant, die Account Engagement bereits nutzen und ihre bestehenden Programme schrittweise erweitern möchten.
Der Einstieg bleibt dennoch ein Enablement-Thema. Data 360 muss aktiviert und mit Account Engagement verbunden werden, Berechtigungen müssen gesetzt sein und der erste Use Case sollte klar priorisiert werden. Salesforce weist darauf hin, dass je nach Use Case Data 360, Messaging oder KI- bzw. Einstein Credits relevant werden können.
Kurz gesagt: Der Einstieg kann pragmatisch erfolgen, ist aber kein reines Schalter umlegen. Erfolgreich wird er dann, wenn Business Use Case, Datenbasis, Consent, Berechtigungen und Team-Enablement zusammengedacht werden.
Data 360: Der Intelligence Layer für modernes Marketing
Wer über Marketing Cloud Next spricht, kommt an Data 360 (ehemals Data Cloud) nicht vorbei. Salesforce positioniert Data 360 als Datenplattform, mit der Unternehmen Profile aus unterschiedlichen Quellen vereinheitlichen, Identitäten abgleichen und Daten für Analyse sowie Aktivierung vorbereiten können.
Wichtig: Data 360 ist nicht einfach ein weiteres Marketingtool. Es ist das Intelligence Layer, auf dem moderne Segmentierung, Personalisierung, Analyse und KI-gestützte Aktivierung aufbauen.
Data 360 macht aus verteilten Daten nutzbaren Kundenkontext. Informationen aus Salesforce, externen Systemen, Engagement-Daten, Transaktionen oder Service-Interaktionen werden über Identity Resolution zu einem einheitlichen Kundenprofil – dem Unified Individual – zusammengeführt. So entstehen Zielgruppen und Kampagnen, die nicht mehr nur auf CRM-Feldern basieren, sondern auf dem tatsächlichen Verhalten und Bedarf der Kund:innen.
Darüber hinaus entstehen aus Rohdaten aktivierbare Merkmale: Calculated Insights, Segmente und Predictive Models, die Entscheidungen unterstützen oder Automatisierungen auslösen. Engagement Scores, Lifecycle-Phasen, Produktinteressen, Renewal-Signale oder Kaufwahrscheinlichkeiten lassen sich so für Segmentierung, Personalisierung, Flow-Entscheidungen und Agentforce-gestützte Kampagnen nutzen.
Gerade für Account Engagement Kund:innen ist das der entscheidende Schritt. Viele Unternehmen verfügen bereits über relevante Daten – Produktnutzung, Vertragsinformationen, Servicefälle, Eventdaten, Website-Verhalten oder Kaufhistorien – nur nicht dort, wo Kampagnen geplant und ausgeführt werden. Mit Data 360 ändert sich genau das: Segmentierung wird granularer, Personalisierung kontextreicher, KI erhält eine bessere Datenbasis, und Marketing kann stärker entlang realer Kundenbedürfnisse arbeiten.
Wie Marketing Cloud Next den Marketingalltag verbessert
Für bestehende Account Engagement Kund:innen ist Marketing Cloud Next besonders relevant, weil neue Funktionalitäten dort ergänzt werden, wo Account Engagement an seine Grenzen stößt. Salesforce nennt unter anderem Agentforce Campaigns, Segment Creation, SMS, Cross-Object Merge Fields und Rule-Based Dynamic Content. Daraus ergeben sich mehrere konkrete Verbesserungen für den Marketingalltag:
Statt Zielgruppen nur nach CRM-Feldern zu bilden, können Segmente mit Marketing Cloud Next und Data 360 auf verbundenen Kundensignalen basieren – etwa Engagement, Produktnutzung, Website-Aktionen, Eventteilnahmen, Vertragsstatus oder berechneten Scores. Marketer:innen können Segmente einfach per Builder oder Natural Language Prompt erstellen. Das senkt technische Hürden und beschleunigt die Kampagnenplanung.
Personalisierung wird endlich genau das: individuell. Mit Cross-Object Merge Fields können Inhalte auf Basis verknüpfter Daten wie Webinar-Teilnahmen, gekauften Produkten, offenen Opportunitys, Servicefällen, Subscription-Status oder Lifecycle-Phasen ausgespielt werden. So greifen Kampagnen den aktuellen Kundenkontext auf und werden für Personen oder Accounts nicht nur persönlicher, sondern tatsächlich relevanter.
Mit Rule-Based Dynamic Content lassen sich nicht nur einzelne Felder personalisieren, sondern auch Betreffzeilen, Pre-Header, Content-Blöcke, CTAs und Angebote abhängig von Data 360 Signalen ausspielen. So kann ein Webinar-Follow-up je nach Teilnahme, Produktinteresse, Opportunity-Status oder Vertragsphase variieren – skalierbar, aber mit mehr Kontextrelevanz.
Agentforce unterstützt Marketingteams aktiv dabei, Kampagnenideen zu strukturieren, Zielgruppenlogik vorzuschlagen, Inhalte zu entwerfen und Journey-Elemente vorzubereiten. Salesforce beschreibt Agentforce Campaign Creation als Möglichkeit, Kampagnen, Briefings, E-Mail-Copy und Zielgruppensegmente schneller über generative Prompts zu erstellen.
Marketer:innen behalten dabei die Kontrolle. Der Mehrwert liegt nicht darin, Strategie an KI abzugeben, sondern operative Vorarbeit zu reduzieren: Briefings, Varianten, Segmentideen, Content-Entwürfe und Journey-Strukturen entstehen schneller und können per Human in the Loop geprüft, angepasst und freigegeben werden. Insbesondere für kleine Teams mit vielen Kampagnen und begrenzten Ressourcen ist das ein enormer Hebel.
Marketing Cloud Next erweitert die E-Mail-zentrierte Logik vieler Account Engagement Setups: Journeys können stärker mit Flow, Kundendaten und Kanälen wie SMS, WhatsApp oder In-App Messaging verbunden werden. So lassen sich Event-Erinnerungen, Demo Booking Flows, Renewal Nudges, Feedback-Loops oder Upsell-Kampagnen zeitnaher und kontextbezogener ausspielen – vorausgesetzt, Kanal, Consent und Use Case passen zusammen.
So starten Sie pragmatisch mit Marketing Cloud Next
Marketing Cloud Next muss kein Big-Bang-Projekt sein. Der sinnvollste Einstieg ist ein klar abgegrenzter Pilot mit messbarem Business Value – etwa eine verbesserte Nurture-Strecke, ein Demo-Booking-Flow, ein Event Reminder oder eine Upsell-Kampagne.
Dafür sollten Marketing, CRM-Verantwortliche, Sales Operations und IT gemeinsam drei Fragen klären: Welcher Use Case bringt schnell sichtbaren Mehrwert? Welche Daten und Consent-Grundlagen werden dafür benötigt? Und welche Fähigkeiten braucht das Team, um Segmentierung, Personalisierung, Data 360, Agentforce und Reporting sicher zu nutzen?
Erst wenn dieser erste Use Case funktioniert, sollte das Modell auf weitere Zielgruppen, Kanäle und Journeys skaliert werden. So entsteht Schritt für Schritt ein belastbares Marketing Cloud Next Setup, ohne bestehende Account-Engagement-Prozesse unnötig zu unterbrechen.
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Typische Use Cases für den Einstieg
Für Unternehmen, die heute Account Engagement nutzen und bei Personalisierung oder Segmentierung an Grenzen stoßen, eignen sich besonders drei Use-Case-Cluster:
Viele bestehende E-Mail-Automationen funktionieren grundsätzlich, könnten aber deutlich relevanter werden. Statt alle Leads in einer Nurture-Strecke gleich zu behandeln, können Inhalte stärker nach Interesse, Engagement, Lifecycle-Phase oder Sales-Status variieren. Eine bestehende Nurture Journey wird nicht komplett ersetzt, sondern mit zusätzlichen Datenpunkten angereichert: Kontakte erhalten Inhalte abhängig von besuchten Events, Produktinteresse, Website-Verhalten oder Opportunity-Kontext. Teams können also mit bestehenden Kampagnen starten und gezielt dort verbessern, wo mehr Daten sofort mehr Relevanz schaffen.
Marketing Cloud Next setzt stärker auf kampagnenzentriertes Arbeiten und Flow-basierte Logik. Kampagnen werden nicht mehr nur als einzelne E-Mail-Strecken gedacht, sondern als strukturierte Abläufe mit Zielgruppe, Inhalt, Datenpunkten, Automatisierung und Reporting. Wiederkehrende Prozesse werden so transparenter, stabiler und besser steuerbar – besonders wertvoll, wenn Marketing, Sales und Service im selben Kundenerlebnis zusammenspielen. Ein typischer Einstieg ist ein Demo-Booking-Flow: Eine Person zeigt Interesse, erfüllt definierte Kriterien, erhält passende Inhalte und wird bei hoher Relevanz gezielt in Richtung Terminvereinbarung geführt.
Upsell ist ein besonders geeigneter Einstieg, weil der Business Value klar messbar ist. Statt Kund:innen allgemein über ein Angebot zu informieren, kann das Marketing gezielter kommunizieren: Wer nutzt bereits welches Produkt? Welche Vertragsphase ist erreicht? Welche Signale deuten auf Erweiterungspotenzial hin? Welche Inhalte passen zur aktuellen Nutzung?
Hier zeigt sich der eigentliche Wert von Data 360: Marketing aktiviert nicht nur Kontakte, sondern trägt sichtbar zum Umsatz bei. Eine gute Upsell-Kampagne basiert nicht allein auf der Frage, wer in der Datenbank vorhanden ist, sondern wer gerade mit hoher Wahrscheinlichkeit einen relevanten nächsten Schritt gehen kann.
Neben den genannten eignen sich auch folgende Use Cases für einen schnellen Test:
- Event-Erinnerungen, um Teilnahmequoten zu erhöhen und No-Shows zu reduzieren.
- Renewal Nudges, die auf Vertragsdaten, Laufzeiten oder Nutzungsverhalten basieren.
- Demo Booking Flows, die bei hohem Engagement automatisch passende nächste Schritte auslösen.
- Reaktivierung inaktiver Leads oder Kund:innen, wenn neue Signale wieder Interesse anzeigen.
- Feedback-Loops nach wichtigen Meilensteinen, etwa nach Onboarding, Eventteilnahme, Kauf oder Supportabschluss.

Download: Marketing Cloud Next Readiness Checkliste
Sie möchten prüfen, ob Ihr Marketingteam bereit für Marketing Cloud Next ist? Unsere Marketing Cloud Next Readiness Checkliste hilft Ihnen, die wichtigsten Fragen zu Daten, Use Cases, Consent, Prozessen, Team-Fähigkeiten und KPIs strukturiert zu bewerten.
Reifegradmodell: Von klassischer Automation zu KI-gestütztem Marketing
Ein Reifegradmodell hilft, den eigenen Stand realistisch einzuordnen. Es vermeidet zwei Extreme: Marketing Cloud Next als reines Zukunftsthema zu behandeln oder sofort zu viel auf einmal umsetzen zu wollen.
Klassische Marketing Automation
Marketing arbeitet mit E-Mail-Strecken, Formularen, Listen, einfachem Scoring und CRM-basierten Feldern. Kampagnen funktionieren, sind aber stark manuell und wenig kontextbezogen.
Typische Herausforderung: Personalisierung bleibt oberflächlich, Segmentierung ist limitiert.
CRM-basierte Segmentierung
Zielgruppen werden strukturierter, Sales- und Marketingdaten werden besser genutzt. Es gibt klare Kampagnenprozesse, Lead-Übergaben und erste Reporting-Standards.
Typische Herausforderung: Relevante Daten außerhalb des CRM bleiben ungenutzt.
Aktivierung basierend auf Data 360
Daten aus mehreren Quellen werden verbunden. Segmente basieren auf Verhalten, Engagement, Transaktionen oder berechneten Insights. Personalisierung wird deutlich kontextreicher, weil Marketing nicht mehr nur mit Kontakt- und Account-Feldern arbeitet.
Typische Herausforderung: Datenmodell, Consent, Governance und Team-Enablement müssen sauber aufgesetzt werden.
KI-gestützte Journey-Orchestrierung
Agentforce unterstützt Kampagnenplanung, Zielgruppenbildung, Inhalt und Automatisierung. Journeys werden kanalübergreifend gesteuert und laufend optimiert. Marketing arbeitet stärker strategisch, weil repetitive Aufgaben reduziert werden.
Typische Herausforderung: KI braucht klare Leitplanken, gute Daten, definierte Verantwortlichkeiten und menschliche Kontrolle bei Strategie, Qualität und Freigabe.
Fazit: Marketing Cloud Next ist die nächste Stufe, kein Neustart
Für aktuelle Account Engagement Kund:innen ist Salesforce Marketing Cloud Next vor allem eines: eine Chance, das bestehende Marketing auf die nächste Stufe zu heben. Die Grundlage ist bereits vorhanden – Kampagnenprozesse, verzahnte Marketing- und Sales-Teams, etablierte Automationen und erste Personalisierung. Was jetzt hinzukommt, ist die Möglichkeit, diese Basis mit Data 360, Agentforce, Account Engagement+ und Salesforce-nativer Journey-Orchestrierung weiterzuentwickeln.
Marketing Cloud Next ist kein Ersatzprojekt für Account Engagement, sondern eine Konvergenz. Bestehende Programme können weiterlaufen, während neue Fähigkeiten schrittweise ergänzt werden: bessere Datenaktivierung, intelligentere Segmentierung, Cross-Object-Personalisierung, Dynamic Content, Multichannel Journeys und KI-gestützte Kampagnenerstellung.
Der Einstieg ist deutlich einfacher, als viele Unternehmen vermuten – sollte aber nicht beliebig erfolgen. Erfolgreiche Teams starten mit einem klaren Use Case, einer definierten Zielgruppe, einer belastbaren Datenbasis und messbaren KPIs. Ihre Leitfrage sollte sein: Welche Kundenerlebnisse können Sie schaffen, wenn Marketing endlich die Daten aktivieren kann, die im Unternehmen bereits vorhanden sind?

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